
Chronik
Die EMM ist eine der jüngsten Metropolregionen, aber eine der ältesten Regionalkooperationen. Bereits im Jahre 1992 fanden Vorgespräche zur Bildung einer südbayerischen Städtekooperation statt. Als Ergebnis unterzeichneten die Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Stadt Augsburg und Stadt Ingolstadt die gemeinsame "MAI-Erklärung", in der eine freiwillige Zusammenarbeit der drei Städte im südbayerischen Raum vereinbart wurde.
In den folgenden zwei Jahren fanden sich weitere Akteure aus der Region, die dem Netzwerk beitreten wollten. Daraufhin wurde im Juli 1995 der Verein "Wirtschaftsraum Südbayern. München Augsburg Ingolstadt e.V." gegründet. Gründungsmitglieder waren die Städte München, Augsburg, Ingolstadt sowie Landsberg am Lech. Ferner die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern von München und Oberbayern sowie Schwaben und der Deutsche Gewerkschaftsbund. Die Namensgebung Wirtschaftsraum Südbayern deutete bereits an, dass man auch für andere Landkreise, Städte und Gemeinden offen war. Neben zahlreichen Gebietskörperschaften, wie beispielsweise der Stadt Rosenheim (1993), dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (1995) und dem Landkreis Dachau (1999), konnten auch Unternehmen wie die Audi AG (1996), BMW AG (1996), Messe München (1996), MAN AG(1997) und der Münchner Verkehrsverbund (1998) als Mitglieder gewonnen werden.
Der Verein wurde im Jahr 2005 in Wirtschaftsraum Südbayern. Greater Munich Area e.V. (GMA) umbenannt. Die Namensänderung brachte nochmal einen Zulauf an Mitgliedern, wie beispielsweise die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (2005) oder den ADAC (2005).
Unabhängig vom Verein GMA wurde am 8. Mai 2007 die Initiative Europäische Metropolregion München (EMM) gegründet. Das Ziel der Initiative war die Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit des Raumes zu stärken, um quantitatives und qualitatives Wirtschaftswachstum in Südbayern zu fördern und den gemeinsamen Lebensraum aktiv zu gestalten. Mit der Initiative EMM wurde jedoch zunehmend eine Doppelstruktur zum Verein GMA geschaffen. So entschloss man sich beide miteinander zu fusionieren. Ende 2009 waren im Verein EMM e.V. 6 kreisfreie Städte, 24 Landkreise, 28 kreisangehörige Kommunen, 6 Kammern, 80 Unternehmen und 40 sonstige Vertreter aus Wissenschaft und Gesellschaft Mitglied.

