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Impact Studie (UAG 1)

Der Wissenschaftsstandort Metropolregion München ist von herausragender Bedeutung für Wissenschaft und Wirtschaft im Freistaat Bayern, in Deutschland und Europa. Seine Stärken sind durch zahlreiche Erfolge und Auszeichnungen dokumentiert.

Die Europäische Metropolregion München (EMM), vertreten durch die Arbeitsgruppe Wissen, hat gemeinsam mit dem Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München die Prognos AG in Berlin beauftragt, eine Wirkungsanalyse durchzuführen, mit der die ökonomischen Effekte der Tätigkeit aller Wissenschaftseinrichtungen und Hochschulen der EMM aufgezeigt werden sollen.

 

Detaillierte Ergebnisse der Studie sind in einer Kurz- und einer Langfassung unter Downloads nachzulesen.

 

Die Ergebnisse der Analyse wurden am 26. Februar 2010 im Rahmen der Münchner Zukunftsreihe vorgestellt.

Demnach ist die Europäische Metropolregion München eine der forschungsstärksten Metropolregionen in Deutschland. Ähnlich wie bei einem Eisberg sei bei den Wissenschaftseinrichtungen nur die ?Spitze? auf den ersten Blick sichtbar, erklärte Michael Astor von der Prognos AG. Doch hinter den einzelnen Forschungsbeiträgen und Wettbewerbserfolgen stehe eine Vielzahl von Wirkungen. "Die Wissenschaftseinrichtungen in der EMM sind ein wichtiger Impulsgeber - ökonomisch und für weitergehende Innovationsprozesse in Unternehmen der EMM", so Astor.

 

33.000 Arbeitsplätze

Demnach schaffen und sichern die wissenschaftlichen Einrichtungen in der EMM nicht nur rund 33.000 Arbeitsplätze, sondern führen indirekt zu weiteren 26.000 Arbeitsplätzen: Zum einen werden Jobs in zuliefernden Branchen gesichert, zum anderen konsumieren die Beschäftigten in den Wissenschaftseinrichtungen und die circa 130.000 Studenten in der Region auch selbst. Ein Vergleich mit der Unternehmenswelt macht die ökonomische Bedeutung der Wissenschaftseinrichtungen in der EMM deutlich: Mit ihren rund 33.000 Beschäftigten schaffen die Wissenschaftseinrichtungen dreimal so viele Arbeitsplätze wie das derzeit größte TecDax-Unternehmen.

 

Viele Beschäftigte in Forschung und Entwicklung

Die Prognos-Studie belegt, dass die Metropolregion München zu den forschungsstärksten in Deutschland gehört. Der Anteil von Beschäftigten in Forschung und Entwicklung ist in der EMM fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Auch bei der Anzahl der Patentanmeldungen liegt die EMM mit einer Steigerung um 41,3 Prozent in den Jahren 2000 bis 2005 gegenüber 1995 bis 2000 deutlich über dem durchschnittlichen Zuwachs der deutschen Metropolregionen (31,3 Prozent). Lediglich in Stuttgart werden gemessen an der Einwohnerzahl mehr Patente angemeldet.

 

Nachwuchs sichern

Die positive Bilanz für die Europäische Metropolregion München sollte aber nicht zu Selbstzufriedenheit führen, sondern als Ansporn gesehen werden, exzellente Positionen zu behaupten, so das Fazit von Michael Astor. "Insbesondere die Sicherung des qualifizierten Nachwuchses ist als zentrale Herausforderung für alle Akteure der EMM anzusehen."

 

 

Ansprechpartner:
Thomas Fischer
Referat für Arbeit und Wirtschaft der LH München
Email: th.fischer@muenchen.de

Dr. Hannemor Keidel
TU München
Email: keidel@zv.tum.de