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Schienennetz

Die Metropolregion München kann auf eine lange Geschichte im Eisenbahnverkehr zurückblicken. Bereits 1837 wurde die erste Eisenbahnstrecke von München nach Augsburg eröffnet. Heutzutage gilt München als wichtiger Knotenpunkt im europäischen Schienennetz. Hier kreuzen sich die beiden transeuropäischen Fernverkehrslinien Berlin-München-Rom und Paris-München-Budapest. Die Strecke von München über Ingolstadt nach Nürnberg wurde bereits für Hochgeschwindigkeitszüge mit mehr als 300 km/h ausgebaut. Die Hochgeschwindigkeitsstrecken in Richtung Stuttgart-Paris einerseits und Wien-Budapest andererseits sind derzeit teilweise im Bau oder noch in Planung. Bis zur Fertigstellung werden aber noch viele Jahre vergehen.

 

Der Münchner Hauptbahnhof ist mit mehr als 350.000 Reisenden täglich der zweitgrößte Bahnhof Deutschlands. Das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr ist bis weit in die Metropolregion München hinein hervorragend ausgebaut. Der Münchner Verkehrsverbund, der mehr als 50 km ins Umland reicht, wurde im Jahr 2010 zum besten Nahverkehrssystem Europas gewählt. Ein zweiter Tunnel unter der Münchner Innenstadt wird die Kapazitäten für Züge in Zukunft noch weiter erhöhen.

 

Auch im Güterverkehr auf der Schiene ist München ein wichtiges Logistikzentrum. Die Strecke in Richtung des schweizerischen Gotthardbasistunnels wird derzeit ebenfalls ertüchtigt, um die Kapazitäten zu erhöhen. Mit der Fertigstellung des Brennerbasistunnels im Jahr 2025 wird eine zweite wichtige Schienenverbindung durch die Alpen fertiggestellt, die der Metropolregion München eine Schlüsselstellung im Nord-Süd-Güterverkehr zuweist.