Magistrale für Europa

Die Initiative Magistrale für Europa engagiert sich für den raschen Ausbau der Schienenachse Paris - Bratislava/Budapest und wurde 1990 gegründet. Um die hohe verkehrliche Bedeutung der europäischen Schienenverbindung Paris - Bratislava/Budapest zu unterstreichen, wählte die Initiative in Anlehnung an städtische Magistralen die Bezeichnung "Magistrale für Europa".

Im Städtebau sind "Magistralen" städtische Hauptverkehrsachsen. Inzwischen gehören der Initiative Magistrale für Europa 28 Städte, Regionen und Industrie- und Handelskammern an, die sich aus handfesten standortpolitischen Gründen für die Magistrale für Europa engagieren.

Die Magistrale für Europa ist der Eisenbahnkorridor, der Paris via Strasbourg - Karlsruhe - Stuttgart - München - Wien mit Budapest verbindet. Geografisch liegt dieser Korridor in der Mitte zwischen Nordsee und Mittelmeer und stellt die zentrale West-Ost-Achse in Europa dar. Sie ist das Schienenrückgrat im Rhein-Donau-Korridor. In seinem Einzugsbereich in Frankreich, Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn leben 35 Millionen Bewohner und 16 Millionen Beschäftigte.

Verbesserte und deutlich schnellere Erreichbarkeit

Der Ausbau der Infrastruktur dient der Verbesserung der Erreichbarkeit der Städte und Regionen entlang der Magistrale und den Menschen, die in ihnen leben. Die Erreichbarkeit wird mit der Reisezeit gemessen, die die schnellste Zugverbindung zwischen zwei Städten benötigt. Große Reisezeitverkürzungen erfordern den Neu- oder Ausbau von Strecken. Aber auch die Verbesserung der Anschlüsse zwischen den Zügen trägt zur Verkürzung der Reisezeiten bei. Die Erreichbarkeit wurde vor allem verbessert - und weiter optimiert.

Die Magistrale verbindet Länder, Metropolen, Regionen - und Menschen

Getragen von der Überzeugung, dass eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur unabdingbare Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung der Städte und Regionen in Europa ist, setzt sich die Initiative "Magistrale für Europa" nachdrücklich für die rasche und durchgehende Realisierung der grenzüberschreitenden Bahnachse "Paris - Strasbourg - Karlsruhe - München - Wien - Budapest" als Hochgeschwindigkeitsachse im transeuropäischen Korridor "Rhein-Donau" und als leistungsfähiges Rückgrat für den Güterverkehr ein.

Nutzen für Güterverkehr und Logistik

Die Magistrale für Europa nützt auch dem Schienengüterverkehr. Ihr Ausbau dient unter anderem der Entmischung von langsamen und schnellen Verkehren. Erklärtes Ziel der Initiative "Magistrale für Europa" ist daher der durch gehende Ausbau der Magistrale Paris - Bratislava/Budapest zur Hochleistungstrasse für Personen- und Güterverkehr sowie die optimale Abstimmung der Investitionen in die lokale und regionale Verkehrsinfrastruktur (Nah-, Regionalverkehr, sowie Kombi-Terminals) entlang der gesamten Achse. Um dies zu erreichen, verschafft sich die Initiative gegenüber der Europäischen Union ebenso wie gegenüber nationalen Verkehrspolitiken und Bahngesellschaften Gehör und tritt für überfällige Modernisierungs-, Aus- und Neubaumaßnahmen entlang dieses Schienenkorridors ein.

 

Weitere Informationen unter www.magistrale.org