Macht mehr Momente - Fotowettbewerb 2014

Am  9. Dezember 2014 wurden in einer feierlichen Preisverleihung im Orangehouse des Münchner Feierwerks die Preisträger des großen Foto- und Filmwettbewerbs "Macht mehr Momente" ausgezeichnet. Der 1. Preis Foto ging an André Wallesch für seine gelungene Momentaufnahme von der Münchner Hackerbrücke, in der Kategorie Film gewann Lisa Giebel mit ihrer poetischen "Macht der Momente".

Hier sehen Sie alle prämierten Beiträge sowie alle Endrundenteilnehmer der Kategorie Foto. Viel Spaß bei der visuellen Reise durch die Region!

 

 

Die Preisträger

Hackerbrücke © André Wallesch

1. Platz Foto: Hackerbrücke, André Wallesch

Die Aufnahme von André Wallesch war eine echte Momentaufnahme. Die Jury lobt das Bild dafür, dass es einen echten „Moment“ zeigt und eine Stimmung von „Leben und Leben lassen“ ausdrückt, die für die Region typisch ist. Eine schöne Symbolik liegt auch in der Perspektive des Bildes: Der Blick geht von den Schienen des Münchner Hauptbahnhofes, die Mobilitätsachse und Herz der Region ist, hinaus in die Region.

Der Bildaufbau ist sehr spannungsreich, mit schönem Hell-Dunkel-Spiel und einem sehr gut komponierten Verlauf der Linien. Trotz dieser Perfektion wirkt das Bild "sympathisch unperfekt". 

André Wallesch (34) ist in Schrobenhausen aufgewachsen und lebt seit sieben Jahren in München. Er arbeitet als selbständiger Mediengestalter und fotografiert " intensiv hobbymäßig". Sollte die Fotografie zukünftig auch zum (Neben-)Beruf werden, hätte er nichts dagegen einzuwenden.  

Stufe für Stufe © Pia Steen

2. Platz Foto: Stufe für Stufe, Pia Steen

Auch das Gewinnerbild des 2. Platzes von Pia Steen "erwischte" einen herausragenden Moment und wirkt gleichzeitig wie komponiert. Die Architekturaufnahme wird durch die ins Bild kommende Person noch weiter  aufgewertet und erhält zusätzliche Spannung. Der Kontrast der relativ kalten Architektur und der Lebendigkeit eines Menschen wird klar.

Pia Steen (34) lebt in Oberhaching im Landkreis München. Sie ist tätig im Bereich Merchandising und Lizenzen in der Sportvermarktung.

Just Jump © Laura Stoib

3. Platz Foto: Just Jump, Laura Stoib

Das Bild "Just Jump" ist aus Sicht der Jury extrem spannend: Laura Stoib zeigt so etwas wie das "Klischee" einer wunderschönen Landschaft in der Metropolregion, aufgenommen bei Gmund am Tegernsee. Und bricht die Erwartungshaltung durch die überraschend auftauchende Person. Auch dieser, erkennbar in der Region aufgenommene, Moment ist perfekt "eingefroren". Er drückt Dynamik und Ruhe zugleich und eine große Lebensfreude aus.

Auch beim Bildaufbau wurde alles beachtet, was zu beachten ist: Alle Bildebenen sind perfekt berücksichtigt.

Laura Stoib (18) kommt aus Gmund am Tergernsee im Landkreis Miesbach und hat dieses Jahr Abitur gemacht. Gerade arbeitet und reist sie viel. Anschließend strebt sie ein Studium der Landschaftsarchitektur / Landschaftsplanung an, da dies ihre Interessen Umwelt, Biologie und kreatives Arbeiten vereint. 

Der entscheidende Moment © Oliver Rehbinder

Sonderpreis Foto: Der entscheidende Moment, Oliver Rehbinder

Diese "entscheidende Moment" von Oliver Rehbinder zeigt die ganze Sportleidenschaft der Region in der Leidernschaft, die der abgebildete Junge in seinen Schuss legt. Dem Fotografen ist es gelungen, den Moment, in dem dies zum Wegschleudern des Schuhs führt, festzuhalten. Die im Bild gezeigte Dynamik ist ebenso perfekt wie Bildaufbau und das Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Dies hat die Jury bewogen, für das Bild einen Sonderpreis zu vergeben.

Oliver Rehbinder (51) lebt und arbeitet in Pullach im Landkreis München. Er ist Berufsfotograf. Das ausgezeichnete Foto entstand im privaten Rahmen, als sein Sohn an der Pullacher "Mini-WM" teilahm. Der abgebildete Junge ist der Sohn von Freunden.

1. Platz Film: Die Macht der Momente, Lisa Giebel

Der längste Wettbewerbsbeitragin der Kategorie Film ist zugleich ihr Gewinner. Er zeigte der Jury, wie schnell elf Minuten vergehen können. Lisa Giebel lässt in ihrer "Macht der Momente" Text, Musik und Bilder gekonnt zusammenspielen, die Besinnlichkeit des Gedichtes, das den roten Faden des Filmes bildet, wird durch Musik und Bilder hervorragend transportiert. „Der Film ist eine philosophische Aufforderung, Momente mehr zu würdigen“, so die Jury. Auch schafft der Film eine Verbindung der Momente in Stadt und Region, ist eine „Komposition aus dem Moment der Musik, dem Rausgehen in die Region und dem Zurückkommen zum musikalischen Moment."

 

Die Preisträgerin möchte mir ihrem Film darauf aufmerksam machen, nicht den Blick zu verlieren für das Traditionelle und die kleinen Momente, die vorhanden sind.

 

Lisa Giebel (26) wohnt in München und Regensburg. Sie hat Sozialpädagogik studiert, ein Jahr in Argentinien verbracht und sich durch den Film "Die Macht der Momente" nach ihrer Rückkehr wieder an ihre Heimatstadt München herangetastet. Aktuell macht sie ihren Master in Interkulturellen Europastudien in Regensburg. Bisher ist das Filmemachen für sie nur ein Hobby. Man kann gespannt sein, wie lange dies noch so bleibt. 

2. Platz Film: Munich Timelapse, Andreas Fischer

Andreas Fischer zeigt in seinem Film "Munich Timelapse" München im Tagesverlauf, zusammengeschnitten aus tausenden Fotos. Dies bringt dem Film sehr starke Bilder und Perspektiven, wie die Jury konstatiert, auch technisch ist er herrvorragend gemacht. Durch den Zeitraffereffekt wird die Dynamik der Stadt sehr schön herausgehoben.

 

Andreas Fischer (16) wohnt in Freising und geht in die 11. Klasse. Er fotografiert sehr viel und ist fasziniert von Zeitrafferaufnahmen. Nach dem Abitur würde er gerne Kamera studieren. Er hat den Film in München aufgenommen, weil München für ihn eine wirklich schöne Stadt und für einen Timelapse-Film ideal ist, weil sie viele Motive „in Bewegung“ bietet.

 

 

 

3. Platz Film: München Mag Dich, Jonas Bucher

Jonas Buchers "München mag dich" zeigt emotionale Momente einer Familie in München, die glückliche Stunden durchlebt. Seinen großen Charme entfaltet der Film, indem er Kinder und Erwachsene in den Mittelpunkt rückt. So kommt die Lebensfreude in den Begegnungen stark zum Ausdruck. Auch technisch ist der Film mit tollen Bildern und Einstellungen sehr stark gemacht.

"Ich wollte mit dem Film die Vielseitigkeit von München zeigen. Und zwar abseits von den bekannten Sehenswürdigkeiten wie Marienplatz oder Chinesischem Turm. Eher das "grüne" München. Grün ist auch die Farbe, die sich ziemlich durchzieht. Als Vater von zwei Kindern wollte ich auch zeigen, wie kinderfreundlich München ist. Was in dem Film auch rüberkommen soll ist das Gefühl, dass man draußen einfach Menschen kennenlernen kann, mit denen man vielleicht nichts gemeinsam hat außer dem Wohnort", so der Filmemacher.

Jonas Bucher (31) und seine Frau kommen ursprünglich aus der Schweiz. Er arbeitet als Videoeditor für einen Münchner Fernsehsender. Bucher lebt seit 10 Jahren mit seiner Familie in München, beiden Kinder wurden hier geboren. 

 

Weitere Imagefilme der Landkreise und Städte aus der Metropolregion München finden Sie hier.

Fotos: Die Teilnehmer der Endrunde

Der Wettbewerb "Macht mehr Momente"

Die Metropolregion München hat unheimlich viel zu bieten - tolle Landschaften und Freizeitangebote, vielfältige Kultur, innovative Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen und sehr gute Arbeitsmöglichkeiten. Dementsprechend viele schöne Momente und Motive gibt es. Die schönsten unter ihnen zeichnete die Metropolregion nun in einem großen Foto- und Filmwettbewerb aus.

Teilnehmen konnten Bilder oder Videos, die in den Landkreisen und Städten der Metropolregion München aufgenommen wurden. Jeder Teilnehmer konnte maximal vier Fotos und einen Film einreichen. Die Fotos kamen aus den Themenbereichen „Lebensraum Metropolregion München“ und „Wirtschaftsstandort Metropolregion München“. Filme konnten aus beiden Themenbereichen eingereicht werden.

Der Foto- und Filmwettbewerb fand zwischen 15. Juli und 15. September 2014 statt. Über 500 Hobbyfotografen und -filmer beteiligten sich. 

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